Die WAG kann auf eine mehr als 80-jährige Geschichte zurückblicken.
Am 9. Juni 1938 als “Wohnungsaktiengesellschaft der Reichswerke Hermann Göring” gegründet, um Wohnungen für die Arbeiter und Angestellten der Rüstungs- und Industriebetriebe zu errichten und diese zu verwalten, hat sich die WAG in ihrem mehr als 80-jährigen Bestehen zu einem der größten Wohnungsunternehmen in Österreich sowie modernen Dienstleistungsunternehmen mit hoher Qualität und großem Vertrauen seitens der Kommunen und Geschäftspartner entwickelt.
Auch wenn die WAG offiziell seit 2001 als gewerblicher Bauträger auftritt, sind der soziale Wohnbau und die Gemeinnützigkeit tief in der DNA des Unternehmens verankert. Mit ihren Neubauprojekten sowie mit der Erhaltung und Weiterentwicklung ihrer Bestandsobjekte wird seit Jahrzehnten vor allem ein Ziel verfolgt: Leistbaren Wohnraum und hohe Lebensqualität schaffen und stetig verbessern. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Wohnungen genauso wie für die umliegenden Stadtviertel.

Gründung
Unmittelbar nach der Gründung der “Hermann-Göring Werke” in Linz im Mai 1938 nahm die neu gegründete Wohnungsaktiengesellschaft der Reichswerke “Hermann Göring” ihre Planungstätigkeiten auf.
Wichtig war die Schaffung von geschlossenen Wohngebieten für die Arbeiter und Angestellten in der Nähe der Werksgelände.
Erste Wohnbauaktivitäten wurden 1939 im Bereich Linz-Süd gesetzt. Dabei entstanden die ersten Siedlungen, die heute noch die alten Bezeichnungen wie Bindermichl, Spallerhof, Hamoder, Oed oder Keferfeld tragen.

Bauboom der 60er-Jahre
Anfang der 60er-Jahre setzte ein großer Bauboom ein. Die WAG errichtete in diesen Jahren ihre 10.000ste Wohnung und etablierte sich neben dem Bau von Wohnungen auch im Ausbau der Infrastruktur.
Die WAG baute Einkaufszentren, Kindergärten und Schulen. Ebenso wurden Erholungsräume und Grünflächen geschaffen. 1968 erfolgte der Aufbau eines eigenen Kabel-TV Netzes.

Stadtteilerweiterungen in den 70er-Jahren
Die 1970er Jahre können als das Jahrzehnt der Stadtteilerweiterungen gelten. Dabei stellte die WAG im Schnitt 280 Wohnungen pro Jahr fertig. Hinzu kamen Infrastrukturbauten wie das Einkaufszentrum an der Europastraße in Linz.

1984: die WAG feierte die 20.000 Wohnung
Die WAG führte in den 1980er-Jahren ein großflächiges Sanierungsprogramm für den gesamten Wohnungsbestand durch. Zudem wird die Infrastruktur in den Stadtteilen weiter ausgebaut. 1984 wurde dabei die 20.000ste Wohnung fertig gestellt.
1988 feierte die WAG ihr 50jähriges Bestehen.

1990er Jahre: Flexibles Wohnen für alle
In den 1990er-Jahren ist die Zeit von Standardgrundrissen und Einheitslösungen vorüber. Vielmehr müssen für die Vielfalt der Lebensmodelle vielfältige Wohnmodelle gefunden werden, die über die klassischen “Mutter-Vater-Kind”-Familienmodell hinausgehen.
1995 wird die erste Tiefgarageninstallation in einem bestehenden Wohngebiet errichtet, 1997 ein erster viergeschossiger Holzbau in Österreich. 1999 erfolgten die ersten nachträglichen Balkonerrichtungen in Oberösterreich.

Nachhaltiges Bauen prägt die 2000er
Ressourcenschonend neu bauen, den Wohnungsbestand energetisch sanieren und die Wohnqualität durch stetige Modernisierungsmaßnahmen verbessern - das steht im Mittelpunkt der Bauaktivitäten in den 2000ern.
Dabei konnte die WAG viele Passivhäuser realisieren und technische Innovationen wie die erste Solarfassade in Österreich vorstellen. 2008 wurde das erste dreigeschossige Passivhaus in Oberösterreich von der WAG errichtet.
2001 zählt die WAG durch eine Novellierung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetztes zu gewerblichen Bauträgern, die Gemeinnützigkeit entfällt. 2004 erfolgt die Privatisierung.

Ab 2010: Strategische Weiterentwicklungen
2013 feierte die WAG ihr 75-jähriges Bestehen. Weitere Stadtentwicklungen, sanfte Nachverdichtung in Zeiten zunehmender Grundstücksverknappung sowie Siedlungserweiterungen stehen in diesem Jahrzehnt auf der Tagesordnung.
2017 kommt es mit der Vertragsunterzeichnung zur Übernahme der KALLCO Development GmbH & CO KG durch die WAG, die sich damit aktiv am Wiener Wohnbau beteiligt.
2020 bis heute: Weitere Schritte in die Zukunft

Die Entwicklung und Modernisierung von bestehenden Stadtteilen, wie beispielsweise in Linz am Bindermichl oder in Oed, prägen die Bauprojekte der WAG. Mit dem Forum OED wurde 2020 ein gesamtes Areal bzw. Stadtteilzentrum mit 150 Wohnungen sowie Gewerbe und Gastronomie neu gestaltet.
Auch an der eigenen Zukunft wurde gearbeitet: Am Standort Europastraße/Landwiedstraße errichtete die WAG ab 2020 mit dem HAUS WAG ihre neue Unternehmenszentrale, die gleichzeitig als Wohngebäude dient. 2023 erfolgte die Übersiedelung der Mitarbeiter an den neuen Standort.
Anlässlich des 75-jährigen Unternehmensjubiläums wurden die WAG “Wohn(ge)schichten" veröffentlicht: ein Bildband, der auf die langjährige Unternehmensgeschichte zurückblickt und umfassende Einblicke mit historischen Zeit- und Bilddokumenten gibt.